15/04/2021

ETFE hilft, Inseln des akustischen Komforts zu schaffen

Akustischer Komfort mit ETFE

Die menschliche Wahrnehmung ist immer multisensorisch: Thermik, Licht, Akustik. Thermische und visuelle Behaglichkeit werden durch bauliche Membranen positiv beeinflusst – das ist in der Baubranche bereits bekannt. Das gleiche gilt für die Akustik und genau hier kommt ETFE ins Spiel. Innerhalb von Gebäuden wird die Behaglichkeit oft durch Schalldruck gestört, der durch sprechende und gehende Menschen oder auch Musik verursacht wird. Schulen, Krankenhäuser und andere Gebäude, die der Erholung dienen, brauchen einen niedrigen Schalldruckpegel, Einkaufszentren brauchen akustischen Komfort, um kommerziell erfolgreich zu sein.

ETFE-Baumaterial ist akustisch transparent. Die Reflexion von Lärm, der im Inneren von Gebäuden entsteht, wird minimiert. Dort, wo andere, härtere Materialien (z.B. Beton, Glas, …) Geräusche widerhallen lassen, ist es angenehmer, wenn Texlon® ETFE für Dächer und Fassaden eingesetzt wird.

Drinnen ist draußen – wie in einem Gartenrestaurant

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie, wenn Sie nach dem gemütlichen Beisammensitzen mit Freunden in einem Restaurant nach draußen gehen, einen tiefen, langen Atemzug nehmen – nicht wegen der schlechten Luft, sondern wegen des hohen Schalldruckpegels im Inneren. Mit ETFE als Dach sitzt man zwar physisch drinnen, hat aber das Gefühl, draußen zu sein, wie in einem Gartenrestaurant.

Warum ist das so? Architekten setzen gerne Materialien ein, die hart und poliert sind, aber ein Nachteil ist eindeutig der Schallnachhall (Echo). Dies führt dazu, dass der Geräuschpegel in Gemeinschaftsbereichen wie Einkaufszentren, Schulatrien und Sportstadien unangenehm wird. Man ertappt sich dabei, dass man lauter spricht, um zu kommunizieren, und das hat einen Dominoeffekt auf alle Beteiligten. Dies wird als Lombard-Effekt bezeichnet, was bedeutet, dass Sprecher ihre stimmliche Anstrengung erhöhen und mehrere Stimmwechsel vornehmen, wenn sie in lauten Hintergrundgeräuschen sprechen. Um diesen Effekt abzumildern, werden oft schallabsorbierende Materialien an der Unterseite von Deckenanwendungen angebracht. Der Vorteil von Texlon® ETFE? Es trägt aufgrund seiner akustischen Eigenschaften bereits zum Klangkomfort des Raumes bei. ETFE hat eine geringe Materialmasse, was zu einer niedrigen Nachhallzeit und seiner akustischen Transparenz führt.

Forschung und Entwicklung für Texlon® ETFE-Systeme

Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet mit den besten Universitäten und Experten auf ihrem Gebiet zusammen. Was die Akustik betrifft, so werden regelmäßig Studien durchgeführt, die die akustische Leistung von ETFE, Glas, Beton und anderen Verkleidungsmaterialien vergleichen. Die Geräuschsimulationen in diesen Tests waren Geräusche, wie sie in Restaurants und bei separater Musik vorkommen würden. Durch den Einsatz von ETFE-Folien-Deckensystemen wird eine signifikante Reduktion in den mittleren und tiefen Frequenzen erreicht, wo der Unterschied hinsichtlich der Absorption zwischen Glas- und Foliensystemen am größten ist.

ETFE für Renovierung und Neubauten

Sie können sich vorstellen, dass eine Decke aus Texlon® ETFE die Nachhallsituation am stärksten beeinflusst, wenn Wände und Böden aus harten Materialien bestehen. Renovierungsprojekte profitieren von diesem Vorteil, da die Wände in den meisten älteren Gebäuden hart sind und aufgrund des historischen Erbes nicht verändert werden können. ETFE-Foliensysteme können in schallharten Situationen bei größerem Abstand der Schallquellen im Vergleich zu Glas zu einer Schallreduzierung von 8-10 dB beitragen. Mit ETFE wird der Schallpegel im Vergleich zu einem Glasdach um 50% reduziert.

Sehen und fühlen Sie den Unterschied

Der positive Einfluss von ETFE auf den akustischen Komfort wurde erfolgreich getestet, simuliert und kann am besten in realisierten Projekten erlebt werden. Besuchen Sie das Einkaufszentrum “The Avenues” in Kuwait, und Sie werden den Unterschied zwischen Glas und ETFE sehen und spüren: Es ist heller, leichter und leiser.

Wissenschaft vs. real-life

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